Stuttgart (1. November 2026): Politagents hat die Landeshauptstadt Stuttgart bei der Entwicklung des Smart-City-Masterplans beraten. Bei Workshops mit zentralen beteiligten Institutionen der Landeshauptstadt brachte die Beratungsagentur kreative Beteiligungsformate ein, die digitale Stadtentwicklung mit schnellen Experimentierzyklen verbinden.
Der Masterplan definiert Stuttgarts Strategie für die digitale Stadt und wurde im Oktober 2025 veröffentlicht. Politagents-Geschäftsführer Eric Dauenhauer und David Fischer entwickelten für Stuttgart Ideen für Smart-City-Labore, die Workshop-Methoden mit Hackathon-Elementen kombinieren. Die Ansätze folgen dem Politagents-Prinzip: Diejenigen zusammenbringen, die etwas bewegen wollen, mit jenen, die etwas bewegen können.
Diese Formate sollen den Masterplan nach seiner Verabschiedung in die Umsetzung bringen, indem sie Verwaltung, Startups, Forschung und Stadtgesellschaft an konkreten Prototypen arbeiten lassen. Besonders bei komplexen Vorhaben mit vielen Beteiligten helfen Hackathons zu erkennen, was auf Akzeptanz stößt, technisch funktioniert und zügig umsetzbar ist.
Der Masterplan umfasst zehn Handlungsfelder – von smarter Verwaltung über intelligente Mobilität bis zu Umwelt- und Klimaschutz. Stuttgart erreichte 2025 im Bitkom Smart City Index Platz 3 unter den deutschen Großstädten.
FAQ
Um was geht es bei Smart City Stuttgart?
Der Smart-City-Masterplan Stuttgart wurde im Oktober 2025 veröffentlicht und definiert zentrale digitale Zukunftsprojekte für die Landeshauptstadt. Stuttgart erreichte 2025 im Bitkom Smart City Index Platz 3 unter deutschen Großstädten – ein Aufstieg von Platz 7 im Jahr 2024. Der Masterplan umfasst zehn Handlungsfelder: smarte Verwaltung, intelligente Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz, Sicherheit, Wirtschaftsförderung sowie soziale und kulturelle Teilhabe. An der Entwicklung beteiligten sich über 1.100 Menschen – 941 online, 200 in aufsuchender Befragung vor Ort. Der Digitalmonitor Stuttgart dokumentiert aktuell 73 Projekte: 28 abgeschlossene und 45 laufende Vorhaben. Smart-City-Labore sollen Ideen aus dem Masterplan schnell in testbare Prototypen überführen.
Was sind Smart-City-Labore und wie funktionieren sie? Smart-City-Labore kombinieren strukturierte Workshops mit der Geschwindigkeit von Hackathons. Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen entwickeln in kurzer Zeit testbare Prototypen zu konkreten Herausforderungen aus dem Masterplan. Entwickler bauen technische Lösungen, Verwaltung bringt rechtliche Rahmenbedingungen ein, Bürger prüfen Alltagstauglichkeit. Innerhalb weniger Tage entstehen so Versuchsmodelle, die zeigen, was funktioniert, auf Akzeptanz stößt und schnell einsatzfähig ist – deutlich schneller als klassische Planungsprozesse.
Warum sind Hackathons für Stadtentwicklung geeignet? Hackathons bringen unterschiedliche Kompetenzen zusammen und erzeugen schnelle Ergebnisse. Statt jahrelanger Konzeptpapiere entstehen in wenigen Tagen testbare Prototypen, an denen sich Machbarkeit und Akzeptanz direkt ablesen lassen. Gerade bei komplexen städtischen Vorhaben mit vielen Stakeholdern reduzieren Hackathons Planungsrisiken, weil Probleme früh sichtbar werden. Der Ansatz folgt dem Benjamin-Franklin-Prinzip: „Tell me and I forget. Teach me and I remember. Involve me and I learn.“ Beteiligung erzeugt Verständnis und Akzeptanz.
Was unterscheidet Stuttgarts Ansatz von anderen Smart-City-Projekten? Stuttgart setzt auf ko-kreative Beteiligung statt Top-down-Planung. Über 1.100 Menschen beteiligten sich an der Masterplan-Entwicklung – 941 online, 200 in aufsuchender Befragung vor Ort. Statt fertige Lösungen vorzugeben, sollen Smart-City-Labore Prototypen mit Beteiligten entwickeln. Der Masterplan liefert den strategischen Rahmen, die Labore testen konkrete Anwendungen unter realen Bedingungen. Dieser Ansatz reduziert Fehlinvestitionsrisiken, weil Lösungen an tatsächlichen Bedürfnissen geprüft werden, bevor größere Budgets fließen. Im Bitkom Smart City Index 2025 erreichte Stuttgart Platz 3.
