Workshop beim AI Connect Summit: KI-Kommunikation ohne Buzzwords

Stuttgart (22. Mai 2025): Beim AI Connect Summit in Stuttgart zeigte Politagents, wie Unternehmen KI in der Kommunikation zielgruppenspezifisch und im natürlichen Stil einsetzen können. Dafür gestalteten Eric Dauenhauer und David Fischer bei der KI-Garage einen Workshop zur verständlichen Kommunikation von KI-Lösungen. Die Veranstaltung unter dem Dach der Baden-Württemberg Stiftung brachte Startups, Investoren und Forscher aus Baden-Württemberg zusammen und setzte Impulse für das regionale KI-Ökosystem.

Der Workshop „AI Marketing, Decoded – The Anti-Buzzword Workshop“ zeigte, wie Unternehmen ihre KI-Anwendungen prägnant kommunizieren und generische Formulierungen vermeiden. Politagents vermittelte eine mehrstufige Methode aus dem Kommunikationstraining für präzise Pitches und stellte einen KI-Agenten vor, der verschiedene Kommunikationstypen gezielt anspricht – vom zahlenorientierten Entscheider bis zum aufmerksamen Zuhörer. Die Teilnehmenden arbeiteten mit eigenen Marketing-Materialien und überarbeiteten diese direkt im Workshop.

Der AI Connect Summit der KI-Garage, unterstützt von der Baden-Württemberg Stiftung, umfasste neben dem Politagents-Workshop Keynotes, Paneldiskussionen und Pitches von 15 regionalen KI-Akteuren aus Industrie, Mobilität und Verwaltungsdigitalisierung. Anne Marie Kruse, Leiterin des Bildungsbereichs der Baden-Württemberg Stiftung, eröffnete das Programm gemeinsam mit dem KI-Garage-Team. Thomas Kropf vom KI-Bundesverband Baden-Württemberg sprach über Innovation im KI-Zeitalter, Dr. Raoul Haschke von NXTGN moderierte die Paneldiskussion zum KI-Transfer mit Paul Becker vom KI-Lab Heidelberg und Andreas Nierlich von Xplain data.

FAQ: KI-Kommunikation ohne Buzzwords

Was macht klare KI-Kommunikation aus? Sie verzichtet auf vage Schlagworte und beschreibt den konkreten Nutzen der Anwendung. Statt Buzzwords wie „KI-gestützt“ oder „innovativ“ zu verwenden, erklären Unternehmen präzise, welches Problem die Lösung adressiert und welchen messbaren Mehrwert sie konkret schafft. Zielgruppengerechte Sprache und nachvollziehbare Beispiele ersetzen technischen Jargon. 

Welche typischen Fehler machen Unternehmen bei KI-Marketing? Unternehmen beginnen häufig mit Floskeln wie „In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je…“ oder nutzen Superlative ohne konkreten Beleg. Sie setzen auf austauschbare Buzzwords statt auf spezifische Anwendungsfälle und formulieren zu abstrakt. Ein weiterer Fehler: KI-generierte Texte werden ungeprüft veröffentlicht, ohne menschliche Nachbearbeitung. Die Folge sind generische Botschaften ohne Wiedererkennungswert, die weder Zielgruppe noch Problem klar adressieren.

Wie kann KI-Kommunikation authentisch wirken? Authentische KI-Kommunikation entsteht durch gezielte Nachsteuerung. Unternehmen analysieren zunächst ihren eigenen Schreibstil mit einem Sprachmodell und erzeugen daraus einen individuellen Fingerabdruck. Dieser wird als Vorlage hinterlegt. Gleichzeitig entwickeln sie Zielgruppenprofile und richten Tonalität je nach Anlass danach aus. Eine Blacklist bekannter KI-Formulierungen verhindert typische Floskeln, eine Whitelist gewünschter Begriffe sichert Markensprache. Entscheidend: KI dient als Assistent, nicht als Knopfdrucklösung. Menschen identifizieren Unschärfen und steuern nach, bevor Inhalte veröffentlicht werden.

David Fischer
David Fischer
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